Abseits der großen Straßen: Händler auf den Bürgersteigen, Uhren, Handys, Gemüse, Melonen. Müde Männer sitzen auf Bänken und warten auf Arbeit. In der nächsten Straße nur Autowerkstätten, es ist laut und stinkt nach Abgasen. Ein Kind möchte, dass ich Taschentücher kaufe.
Die Zeit drängt, noch 20 Minuten bis zum nächsten Termin. Links in ein Viertel rein, viele kleine Straßen, keine Straßennamen, Google-Maps lässt mich im Stich, mein Bauchgefühl auch. Berg hoch, Berg wieder runter, Schweiß, noch 15 Minuten. Ein Mann lacht mich aus, als ich ihm meine Ausdrucke zeige und geht weiter.
Meine Rettung in Gelb kommt die Straße runter, der Taxifahrer raucht, spricht kein Englisch, nickt nur mit dem Kopf als ich ihm die Adresse zeige und rast los. Bis zur nächsten Ecke. Dann Stau. Mein Telefon klingelt, mein Termin ist dran. Tamam, sage ich. Gut, ich bin auf dem Weg, quasi gleich da. Doch er will den Taxifahrer sprechen. Sie diskutieren so lange, bis mein Fahrer bremst, eine Wendung macht. Er hätte mich wohl bis ans andere Ende der Stadt gefahren. Noch drei Minuten, wir halten, er bekommt 10 Lira, ohne Quittung, das Taxometer war aus. Doch ich bin da und glücklich. Am Ende klappt es doch immer, irgendwie.








